Im Rahmen ihres Besuchs auf der IdeenExpo hat Dr. Christine Arbogast, Niedersächsische Staatssekretärin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung am Workshop „Bau dir deine eigene Lampe“ teilgenommen und sich mit Schülerinnen eines 7. Jahrgangs der Integrierten Gesamtschule Vahrenheide ausgetauscht.
Der Workshop wird vom Gemeinschaftsstand des Handwerks angeboten und richtet sich gezielt an Mädchen, um ihnen neue Perspektiven für ihre Berufsorientierung zu eröffnen.
Noch immer entscheiden sich viele junge Frauen bei der Berufswahl überwiegend für traditionelle Berufsfelder im sozialen, medizinischen oder kaufmännischen Bereich. Mit dem Workshop möchte das Handwerk Schülerinnen die Möglichkeit geben, handwerkliche Tätigkeiten kennenzulernen und eigene praktische Erfahrungen zu sammeln.
„Junge Menschen sollten ihre Berufswahl frei von Rollenklischees treffen können. Deshalb ist es wichtig, Mädchen frühzeitig Einblicke in die Vielfalt handwerklicher Berufe zu ermöglichen.
Das Handwerk bietet hervorragende Ausbildungs- und Karriereperspektiven. Solche Angebote stärken das Selbstvertrauen junger Menschen, erweitern ihren Horizont und helfen ihnen dabei, ihren eigenen beruflichen Weg zu finden.“, sagt Dr. Christine Arbogast.
Im Workshop gestalten die Teilnehmerinnen Schritt für Schritt eine eigene Lampe und lernen dabei verschiedene Gewerke kennen. Das Gemeinschaftsprojekt macht deutlich, wie vielseitig und vernetzt die Berufe des Handwerks sind und wie kreativ die Arbeit sein kann. „Mit unserem heutigen „girls-only-Workshop“ wollen wir noch einmal den Fokus darauf lenken, dass das Handwerk auch für Mädchen eine echte Zukunftsperspektive ist“, sagt Cornelia Höltkemeier, Geschäftsführerin der Landesvereinigung Bauwirtschaft Niedersachsen.
Gerade weil sich viele junge Frauen noch immer für klassische Berufsbilder entscheiden, bieten wir auf der Ideen-Expo die Gelegenheit, handwerkliche Tätigkeiten praktisch zu erleben. Unser Gemeinschaftsprojekt zeigt dabei nicht nur die Vielfalt und Kreativität der Gewerke, sondern auch, wie eng sie zusammenarbeiten – und dass im Handwerk für jede Begabung Platz ist.“ Mit Formaten wie dem Mädchen-Workshop werden wichtige Impulse gesetzt, um Nachwuchs für technische und handwerkliche Berufe zu gewinnen und jungen Menschen neue Wege für ihre berufliche Zukunft aufzuzeigen.
„Mit einem Ausbildungsanteil von durchschnittlich rund 20 Prozent Frauen zeigen wir im Tischlerhandwerk eindrucksvoll, dass die Werkstatt längst keine reine Männerdomäne mehr ist. Diese Begeisterung junger Frauen freut uns riesig! Aber Ausbildung ist nur der erste Schritt. Wir müssen sicherstellen, dass Frauen auch nach der Lehre ihren festen Platz im Handwerk finden und behalten. Die Realität zeigt leider, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerade für Handwerkerinnen – erst recht, wenn sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen – ein Balanceakt bleibt. Wenn wir den Fachkräftebedarf sichern wollen, müssen wir die Vereinbarkeit von Schwangerschaft, Familie und Werkstattalltag spürbar erleichtern“, merkt Claudia Klemm, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin von Tischler Nord und Leiterin der Abteilung Aus- und Weiterbildung, an.





