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Kontakt

Verband des Tischlerhandwerks Niedersachsen/Bremen
Landesinnungsverband
Baumschulenallee 12
D-30625 Hannover
T.  +49 (0)511 / 62 70 75 -0
F.  +49 (0)511 / 62 70 75-13
info@tischlernord.de

Projekt „Digitalisierungswerkstatt – Tischlerei 4.0“

Die Digitalisierung ist in aller Munde und sie ist kein Phänomen, das in weiter Zukunft eintreten wird, der digitale Wandel findet im Hier und Jetzt in allen Branchen und Betriebsgrößen statt.

Um auch im traditionellen Tischlerhandwerk neuste Möglichkeiten kennenzulernen und dabei praxisorientierte Lösungsansätze umzusetzen, begeben sich fünf Tischlerbetriebe gemeinsam mit den Kooperationspartnern von der Handwerkskammer Hannover, dem Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik und dem Verband des Tischlerhandwerks Niedersachsen/ Bremen in das Projekt „Digitalisierungswerkstatt“.

In der Digitalisierungswerkstatt  analysieren Inhaberinnen und Inhaber sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über einem Zeitraum von einem Jahr, zusammen mit Beratern, Experten und Moderatoren ihren Betrieb und konzentrieren sich auf die Digitalisierung ihrer betriebseigenen Prozesse, Produkte und Dienstleistungen.

(Foto: HWK Hannover)

Nach einem ersten Erfahrungsaustausch bei der Kick-Off Veranstaltung am  14. Juni 2018, bei der die individuellen Schwerpunkte der Tischlereien ermittelt wurden, wird jeder einzelne Betrieb an fachspezifischen  Seminaren und Strategie-Workshops teilnehmen und sich beraten lassen. In ihren Betriebsteams entwickeln die Projektbetriebe Lösungsansätze für den individuell gewählten Schwerpunkt und setzen diese im Verlauf des Projekts um. Dabei werden sie von erfahrenen Experten begleitet und unterstützt. Bei der Abschlussveranstaltung im Sommer 2019 werden die Ergebnisse abschließend vorgestellt und ausgewertet. Erprobte und erfolgreiche Angebote sollen dann auch anderen interessierten Tischlereien angeboten.

Folgende Tischlereien nehmen an der Digitalisierungswerkstatt teil:

  • Tischlerei Dein Freund, 30900 Wedemark
  • Tischlerei Matthias Warneke, 30890 Barsinghausen
  • Möller Tischlerei & Innenausbau GmbH, 49201 Dissen
  • Tischlerei Hans Mundrzik GmbH, 31812 Bad Pyrmont
  • Hegewald Holzdesign GmbH & Co. KG, 31199 Diekholzen


Ansprechpartnerin bei Tischler Nord:
Claudia Klemm, T: 0511-627075-17, klemm@tischlernord.de

Ein Rückblick auf die Digitalisierungswerkstatt des Tischlerhandwerks

Die Digitalisierung erhält schon seit längerem Einzug in die Handwerksbranche. Die Einführung von 3D-Scannern und 3D-Druckern, Drohnen, Robotern, Apps und vielem mehr, bereitet einigen Betrieben noch Schwierigkeiten. Mit dem Format „Digitalisierungswerkstatt“ unterstützt die Handwerkskammer Hannover im Auftrag des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH) Handwerksbetriebe bei der Bewältigung dieser Hürden.

Abschlussveranstaltung der Digitalisierungswerkstatt
Am 25. Juni 2019 fand in Garbsen die Abschlussveranstaltung zur Digitalisierungswerkstatt von fünf teilnehmenden Tischlereien statt. Über ein Jahr haben die Betriebe an ihren individuellen Digitalisierungsstrategien gearbeitet. Begleitet von Experten, unter anderem vom Verband des Tischlerhandwerks Niedersachsen/Bremen, absolvierten sie insgesamt 850 Qualifizierungsstunden, erarbeiteten Maßnahmen und testeten Softwarelösungen. Mit dabei waren Hegewald Holzdesign GmbH & Co. KG, Möller Tischlerei & Innenausbau GmbH, Tischlerei Matthias Warneke, Tischlerei Dein Freund und Tischlerei Hans Mundrzik GmbH. Damit deckten die Teilnehmenden verschiedene Betriebsgrößen von sechs bis 17 Mitarbeitern und diverse Leistungsschwerpunkte wie zum Beispiel Möbelbau, Küchenbau und Trockenbau ab. „Wir haben ein unglaublich arbeitsreiches Jahr hinter uns“, fasst die Beauftrage für Innovation und Technologie der Handwerkskammer Hannover Benita von Steinaecker zusammen.

Vorbereitungsphase der Digitalisierungswerkstatt
Ebenso unterschiedlich waren die Wünsche und Vorstellungen zu Beginn der Digitalisierungswerkstatt, die in der Vorbereitungsphase zunächst gesammelt wurden. Themen waren Datenströme lenken, papierlose Werkstatt, Wissensmanagement oder Kommunikation. „Der Bedarf ergab sich aus den Gegebenheiten im Bereich der internen Kommunikation. Wir haben erkannt, dass wir diese unbedingt verbessern müssen und haben die Digitalisierungswerkstatt als Möglichkeit gesehen, hier zielorientiert und konsequent eine Lösung zu finden“, so beispielsweise Anke Freund von der Tischlerei Dein Freund. Im ersten Strategieworkshop im Juni 2018 spezifizierten die Teams dann ihre Ziele und entwickelten erste Maßnahmenpläne.

Individuelle Ziele der teilnehmenden Betriebe stehen im Fokus
Die Firma Hegewald Holzdesign GmbH & Co. KG setzte sich zum Ziel die komplette Auftragsabwicklung zu Digitalisieren – die Rote Mappe digital sozusagen. Möller Tischlerei & Innenausbau GmbH wollte dagegen die Unternehmensprozesse ganzheitlich digital zusammenführen. Während die Tischlerei Mundrzik GmbH wiederum die Einführung eines Fertigungssteuerungssystem verfolgte. Im Anschluss an den ersten Strategieworkshop folgten Seminare und Stammtische, die gezielte Betreuung und neuen Input ermöglichten. Es gab Vorträge zu Social Media, Mitarbeitermotivation und Führung. Die Seminare befassten sich zum Beispiel mit Wissensmanagement, Prozessmodellierung, Datenschutz und Entwicklung von Geschäftsmodellen.

Austausch stand im Mittelpunkt
Im Februar 2019 fanden sich dann alle Teams wieder zu einem Erfahrungsworkshop zusammen. Der Austausch stand im Mittelpunkt, sodass alle voneinander profitieren konnten. „Viele Lösungen sind dadurch entstanden, dass Teams sich gegenseitig inspiriert haben“, erzählt von Steinaecker. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte von ersten (Software-)Lösungen aber natürlich ebenso von den Problemen bei der Umsetzung berichtet werden. Herausforderungen waren oft die Mitarbeitermotivation und das Schaffen von Freiräumen im Alltag für das Projekt. Im Anschluss an die Vorstellung der ersten Ergebnisse ging es für die Teilnehmenden wieder in die Umsetzungs-Phase im Betrieb – mit dabei immer die Experten, die den Betrieben beratend zur Seite standen.

Der Abschlussworkshop diente am Ende noch einmal dazu, die Erfolge, Stolpersteine und den Stand der Dinge zu präsentieren: „Wir haben keinen Auftrag, der einfach so durchläuft wie geplant – beauftragt, eingebaut. Es kommen immer irgendwelche Änderungen dazwischen. Diese Kommunikation funktioniert natürlich mit Papier ganz schwierig. Wir haben ein Jahr lang nach dem Weg gesucht, da direkt einen Zugriff zu haben. Das heißt, dass der Mitarbeiter die Änderung direkt an den Bearbeiter geben und sofort Einfluss nehmen kann“, resümiert Marc Hegewald.

Zum Zeitpunkt des Abschlussworkshops waren noch nicht alle Betriebe bei einem Endergebnis angekommen. So befindet sich Tischlerei Hans Mundrzik GmbH noch in der Umsetzungsphase, wie der Geschäftsführer Manuel Wesemann erzählt: „Wir wollten eine transparentere Fertigung haben. Damit jeder Mitarbeiter auch mitgenommen wird, über den aktuellen Stand des Auftrages informiert ist, was fehlt, was wird noch gebraucht, was gibt es für Änderungen. Nicht das noch jemand nach alten Zeichnungen produziert. Da sind wir gerade dabei, das umzusetzen.“

Am Ende gab es viele weitere Nebeneffekte
Rückblickend war die Digitalisierungswerkstatt der Tischler ein voller Erfolg. Jeder teilnehmende Betrieb hat für sich einen Ansatz gefunden, Arbeitsabläufe zu optimieren, Zeit zu sparen oder die Kommunikation zu verbessern. „Es sind interessante Ergebnisse zustande gekommen. Viele Ansätze sind in der Einführungsphase. Die Betriebsteams hatten sehr ambitionierte Ziele, die in einem Jahr und neben dem fordernden Arbeitsalltag nicht komplett zu erreichen waren. Wichtig ist: sie werden weitermachen. Sie haben jetzt viele Methoden mitgenommen, anhand derer sie weiterarbeiten wollen“, fasst von Steinaecker zusammen. Und zusätzlich zu den großen Wünschen vom Beginn der Digitalisierungswerkstatt, gab es weitere positive Nebeneffekte. „Es gab auch ganz viele kleine Dinge, die umgesetzt wurden. Viele Betriebsteams, die ihre Zusammenarbeit neu definiert haben und auch Möglichkeiten der Kommunikation, die sich gewandelt haben. Über mobile Endgeräte auf der Baustelle, die anders genutzt werden, über Systeme, die Kollaboration ganz anders ermöglichen, bis hin zu Mitarbeitenden, die Zusammenhänge sehen können.“

Die Teams der Tischler wollen auch im Anschluss an die Digitalisierungswerkstatt im Austausch bleiben. Es gibt bereits Ideen über weitere Netzwerktreffen. Denn eins ist klar: „Alleine geht es nicht“, schlussfolgert Thomas Busch, Werkstattmeister bei der Firma Hegewald.

Und auch das Format wird weitergeführt. Am Campus Handwerk ist bereits die nächste Digitalisierungswerkstatt mit dem Bau- und Ausbauhandwerk gestartet.

Fakten zur Digitalisierungswerkstatt Tischler

Betriebe   

5

Teilnehmende    

36

Qualifizierungsstunden

850,5

Seminare

10

Workshops (inkl. Stammtische)

6

Qualifizierungsstunden pro Betrieb Ø

170,1 = ein Arbeitsmonat

 

Abschlussveranstaltung Digitalisierungswerkstatt

Hier finden Sie das Video zur Abschlussveranstaltung der Digitalisierungswerkstatt am 25.06.2019.

1. Strategieworkshop

Das Video zum 1. Strategieworkshop finden Sie hier......

2. Strategieworkshop

Hier finden Sie das Video des 2. Strategieworkshops.

Aktuelles

Neuigkeiten vom KDH - Kompetenzzentrum Digitales Handwerk

Digitalisierung zum Anfassen: Unsere Demowerkstätten
Wollten Sie schon immer mal wissen, wie man VR-Brillen oder 3D-Drucker sinnvoll im Arbeitsalltag einsetzen kann oder haben Sie Lust die Digitalisierung von Prozessen in einem spannenden Walk-In live zu erleben? Dann schauen Sie mal bei eines unserer Schaufenster vorbei! Zu den Demo-Werkstätten: handwerkdigital.us16.list-manage.com

Social Media Kampagne Geschäftsmodelle
Im Rahmen der Roadshow posten wir täglich interessante Fakten und Videos rund um  die Themen Digitalisierung und Geschäftsmodellinnovationen auf Facebook. Schauen Sie doch mal vorbei auf unserer Facebookseite und werden Sie Fan, falls Sie es noch nicht sind.
Zur Facebookseite: handwerkdigital.us16.list-manage.com

Handwerksfilm der Schreinerei „BächerBergmann“ aus Köln ist Teil der EU-Kampagne „WATIFY“
Die EU-Kommission hat auf Empfehlung des ZDH Büro Brüssel mit dem Kölner Unternehmen „BächerBergmann“ einen Film für die Kommissionskampagne „WATIFY“ über den digitalen Wandel in europäischen KMU gedreht.
Hier geht es zum Film
Und hier geht es zur WATIFY Kampagne

Experteninterview über Geschäftsmodellinnovationen im Handwerk
www.youtube.com