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Wettbewerb „Die gute Form 2014“ - Auszeichnungen für hervorragende Gesellenstücke

Der Sieger der Landesausscheidung 2014, Jannis Fritsch aus Selsingen.

Die Jury

v.l.n.r.: Peter Stochus, Heinz Fink, Anna Eisermann, Franz Betz, Ulrich Klimmt

"Dieses Jahr gab es eine große Bandbreite an handwerklichem Können", so Jury-Mitglied Peter Stochus. Er ist Ausstellungsleiter bei der Handwerksform. "Da fiel die Auswahl der drei Preisträger besonders schwer" fügte Heinz Fink hinzu. Der Redakteur der Fachzeitschrift bm war ebenfalls Mitglied in der Jury. Unterstützung bekamen die beiden von Franz Betz, Lichtbildhauer und Vorsitzender des Deutschen Werkbund Nord und dem Tischlermeister und Inhaber der Tischlerei klimmtwood, Ulrich Klimmt. Die einzige Frau in der Runde, die freischaffende Künstlerin Anna Eisermann, sah einen großen Mehrwert in der Arbeit der Jury: "Die Arbeit machte Spaß, da man einen Einblick in die Ideenwelt junger Menschen bekam. Außerdem lernte man interessante Menschen kennen, mit denen man sich über Gestaltung und Formgebung austauschen konnte."

Die unabhängige Jury wird jedes Jahr neu zusammengesetzt und besteht aus Menschen, die eine besondere Beziehung zu Handwerk und Gestaltung haben und durch Beruf und Tätigkeit in ihrer Urteilsfähigkeit anerkannt sind. Sie achten bei der Bewertung vor allem auf die Punkte Originalität, technische und Gestaltungsqualität, Modernität und Funktionalität.

Die Preisträger 2014

Hier finden Sie alle ausgestellten Stücke zum Download als PDF-Datei (10 MB).

1. Platz: Jannis Fritsch, Schreibtisch

Der Schreibtisch aus Rüster von Jannis Fritsch aus Selsingen, der bei der Firma Brunkhorst Haustüren GmbH in Anderlingen ausgebildet wurde, überzeugte die Jury.

Die Jurybegründung: 

Bei diesem Stück hat der Jury die handwerkliche Verarbeitung und die vielfältige Verwendbarkeit gefallen. Das Möbel ist sowohl als Steharbeitsplatz, als Esstisch und auch als Besprechungstisch nutzbar. Der mobile Aufsatz unterstützt die Multifunktionalität. Das Gestell aus Metall bildet ein wunderbares Gegengewicht zu den erst auf den zweiten Blick erkennbaren Einlässen aus Zinn. Diese besondere Lösung und die präzise ausgeführten Details machen den Schreibtisch zu etwas Besonderem.

2. Platz: Tim Köhnken, Schreibtisch

Tim Köhnken aus Drebber lernte sein Handwerk bei der Firma Oldenburger Yacht Interior GmbH & Co. KG in Dinklage und kam mit seinem Schreibtisch aus Kirsche ebenfalls aufs Siegerpodest.

Die Jury begründet wie folgt: 

Minimalismus im Design und Komplexität in der Funktion kommen bei diesem Gesellenstück auf den Punkt. Der Schreibtisch Herrn Köhnken ist ein klassisches Möbel, jedoch modern interpretiert. Die Proportionen sind wunderbar aufeinander abgestimmt. Auch die hochwertige Statik und die Materialreduktion haben die Jury überzeugt. Die Linienführung der Fugen übernimmt die minimalistische Formensprache und setzt sich im Gesamtkonzept stimmig fort. Alles in allem ein sehr schönes Möbelstück.

3. Platz: Vanessa Sottmann, Multimöbel

Vanessa Sottmann aus Bilshausen lernte ihr Handwerk beim Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin in Göttingen und kam mit ihrem Multimöbel aus Olivesche auf den 3. Platz.

Die Jury begründet wie folgt: 

Das Multifunktionsmöbel gefiel der Jury wegen der Wandelbarkeit durch das Modulsystem. Es vereint sowohl vertikale als auch horizontale Formgebungen. Die Kontraste zwischen der Holzart und den grauen Farben sind schön gewählt. Es ist ein gelungener Materialmix, der gute Detaillösungen beinhaltet, wie z.B. das Hervorheben der Führungen und der Einsatz von Edelstahl.

 

 

Die Belobigungen

Johanna Pörtner, Nähkästchen

Eine Belobigung erhielt Johanna Pörtner aus Georgsmarienhütte für ihr Nähkästchen aus Apfel. Ihr Ausbildungsbetrieb war die Tischlerei FreiStil Kroh u. Kinstler GmbH aus Osnabrück.

Die Jury sagt dazu:

Das Nähkästchen ist eine gelungene Interpretation eines klassischen Themas und überzeugte die Jury durch die tolle Form. Hier wurde sichtbar, dass auch ein kleines Tischlerstück alle handwerklichen Fähigkeiten des Tischlers vereinen kann. Die Dimensionen und unterschiedlichen Materialstärken passen wunderbar in das Gesamtbild. Das Nähkästchen überzeugt durch eine feine Ästhetik, schöne Details und eine gekonnte Materialauswahl aus Holz und Leder.

Wilken Peters, Präsentationsmöbel

Eine weitere Belobigung erhielt Wilken Peters aus Bremen für sein Präsentationsmöbel aus Olive. Sein Ausbildungsbetrieb war die Tischlerei max well designs aus Bremen.

Die Jury sagt dazu:

Das Fahrradmöbel aus Olive ist ein neuer, moderner Möbeltyp, der auf eine junge Zielgruppe abzielt. Zwar ist der Nutzen gegenüber der Form eher untergeordnet. Doch die Kombination von frischer Farbe in Grün mit dem Olivholz hat einen skulpturalen Charakter, welcher das Möbel auch ohne High-End-Fahrrad zum Blickfang werden lässt.

Ture Stockter, Sideboard

Eine weitere Belobigung erhielt Ture Stockter aus Hannover für sein Sideboard aus Kirsche. Sein Ausbildungsbetrieb war die Tischlerei Balsiger GmbH aus Hannover.

Die Jury begründet:

Das Sideboard überzeugte die Jury durch ausgewogene Proportionen und gute Farbkontraste mit dem zurückhaltenden Grau der Fronten. Das gekonnte Spiel von Materialstärken und Öffnungen in Verbindung mit der hochwertigen technischen Ausführung verdient besondere Anerkennung.

 

 

Der Publikumspreis

Svenja Uthoff, Bar-Koffer

Mit großem Abstand wurde das Gesellenstück, ein Bar-Koffer aus Eiche, von Svenja Uthoff aus Munster, vom Publikum als beliebtestes Stück gewählt.

Ausbildungsbetrieb war hier die Möbelwerkstätten Gebers AG aus Neuenkirchen.