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Die Arbeitsplätze des Tischlers

In den Werkstätten und Betrieben des Tischlerhandwerks und auf Bau- und Montagestellen beim Kunden, außerhalb der Werkstatt.

Lehrstellen/Praktika

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Wettbewerb „Die gute Form 2011“ - Auszeichnungen für hervorragende Gesellenstücke

Die Preisträger 2011

1. Platz: Sabri Gerke aus Hildesheim

Der Sekretär in sibirscher Lärche von Sabri Gerke aus Hildesheim, der bei der Tischlerei Klimmt aus Hildesheim ausgebildet wurde, überzeugte die Jury.

Die Jurybegründung: 

Ein Kleinsekretär, der sich wunderbar als platzsparender Arbeitsplatz für Schreib-und Notebookarbeiten nutzen lässt. Was dem Betrachter bei diesem Möbel als erstes ins Auge sticht, ist die Beschränkung auf ein einziges Material: Sehr feines, streifiges Lärchenholzfurnier, aufgebracht auf eine selbstgefertigte 3-Schichtholzplatte. Das Oberteil wirkt wie gefaltet und scheint über der Schreibablage zu schweben. Selbst die Schubkästen halten sich verborgen, um die wohltuend ruhige Gesamtwirkung nicht zu stören - ein Platz zum stressreduzierten Arbeiten und Nachdenken. Einzig die schräge Aussparung am Oberteil erzeugt ein Spannungsverhältnis und sorgt für den notwendigen Bildschirmplatz. Hervorzuheben ist auch die Entscheidung, die unteren Abschlussleisten nicht an die Materialdicke der Beine anzupassen, sondern auch diese in ihren Ausmaßen zu reduzieren, um damit die Wirkung der Leichtigkeit des Möbels zu unterstreichen. Eine schöne Verbindung von Funktion und Gestaltung - Die Gute Form!

2. Platz: Carla Enchelmaier aus Friedland

Carla Enchelmaier aus Friedland lernte ihr Handwerk beim Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen und kam mit ihrer BLOX BOX aus Eiche ebenfalls aufs Siegerpodest. Die Jury begründet wie folgt: 

Bei diesem Möbel steht die Mehrfachnutzung im Vordergrund: Auf der "Schultafel" können kleinere Botschaften mit Kreide hinterlassen werden und die magnetischen Oberflächen dienen als Pinwand. Durch die selbstgestellte Aufgabe, ein modulares Möbel zu entwickeln und die reduzierte Materialauswahl Eiche und die mattschwarze Magnethaftplatte, ergeben sich relativ enge Gestaltungsmöglichkeiten - eben nicht ein Möbel, was es noch nie gab, sondern eine pfiffige Neuinterpretation. Schnell kann es den jeweiligen Bedürfnissen und der Raumsituation angepasst werden. Die Jury möchte mit dieser Preisvergabe die gute Idee herausstellen.

3. Platz: Stephan Gerdts aus Rastede

Stephan Gerdts aus Rastede lernte sein Handwerk bei der Tischlerei Hergen Garrelts Möbeldesgin in Bad Zwischenahn und kam mit seinem Flurmöbel aus Nussbaum und Linoleum auf den 3. Platz. Die Jury begründet wie folgt: 

Dieses Möbel besticht durch seine puristische Form. Der Mut zur Reduktion auf das Wesentliche lässt die Kombination Nussbaum und Linoleum noch edler erscheinen. Die Korpusaußenseiten bestehen aus zwei ineinander verschobenen Winkeln, womit eine grifflose Frontgestaltung ohne technische Unterstützung möglich wurde. Einziger Schmuck sind die drei Bänder, die folgerichtig auf die Öffnungsfunktion hinweisen. Konsequent setzt sich die zurückhaltende Gestaltung auch im Innenbereich fort.

3. Platz: Nils Daniel Stein aus Braunschweig

Nils Daniel Stein aus Braunschweig lernte sein Handwerk bei der Tischlerei Schawaller & Ulrich aus Braunschweig und kam mit seiner Ladebox aus Nussbaum ebenfalls auf den 3. Platz. Die Jury begründet wie folgt: 

Hier überzeugt der zeitgemäße architektonische Aufbau, der an Stockwerke eines Hochhauses erinnert. Die Öffnungen und Fugen werden betont durch die mutige Farb- und Materialauswahl - der magentafarbene Filzbelag wird gekonnt als Gestaltungselement eingesetzt. Ein weiterer Clou: Das edle Nussbaumholz zeigt sich erst beim Öffnen des Möbels und bietet einen interessanten Kontrast zur weißlackierten MDF-Hülle. Je zwei Schubkästen (einer davon als Prüfungsanforderung klassisch geführt) an Front und Rückseite bieten viel Stauraum. Unter der Klappe verbirgt sich unter einer Platte verdeckt die Ladestation.

Die Belobigung

Matthes Bartz aus Bremen

Eine Belobigung erhielt Matthes Bartz aus Bremen für seine Würfelkiste aus Teak. Sein Ausbildungsbetrieb ist die Tischlerei Jens Schriever aus Bremen. Die Jury sagt dazu:

Die Anlehnung an eine Transportkiste steht hier deutlich im Vordergrund: Die Holzauswahl Teak und die umlaufenden Leisten lassen an ein maritimes Aufbewahrungsmöbel denken, man spürt förmlich die große weite Welt. Die klassischen materialgerechten Holzverbindungen und das schöne, geölte Teakholz begeistern jeden Holzfan. Die Verbindung von Tradition und heutiger Technik ist gelungen umgesetzt durch den selbstentwickelten Klappenmechanismus einerseits und die Push-to-open Schubkästen andererseits.

Der Publikumspreis

Björn Wente aus Bad Münder

Mit 681 Stimmen wurde das Gesellenstück, ein Bett- und Nachtschränke in Nussbaum und Ahorn von Björn Wente aus Bad Münder vom Publikum als beliebtestes Stück gewählt.

Ausbildungsbetrieb war hier die Tischlerei Wehrhahn aus Bad Münder.