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Die Arbeitsplätze des Tischlers

In den Werkstätten und Betrieben des Tischlerhandwerks und auf Bau- und Montagestellen beim Kunden, außerhalb der Werkstatt.

Lehrstellen/Praktika

TSD-Blog

Wettbewerb „Die gute Form 2015“ - Auszeichnungen für hervorragende Gesellenstücke

Alle Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbs. Quelle: Friedmann, A & O Journalisten-Büro GbR

Die diesjährigen Preisträger


1. Reihe v.l.n.r.: Alexandra Meyer-Hafkenmeyer  mit dem 3. Platz, Jonathan Dornbusch mit dem 2. Platz und Tewes Braasch mit dem 1. Platz.
2.Reihe v.l.n.r.: Matthias Winter, Jan Deeken, Belobigung; Max Hegewald, Belobigung, Ralf Klebe. Quelle: Friedmann, A & O Journalisten-Büro GbR

Die Jury

v.l.n.r.: Herr Muthmann, Herr Fink, Herr Messer, Frau Otto, Herr Stoschus

Die unabhängige Jury wird jedes Jahr neu zusammengesetzt und besteht aus Menschen, die eine besondere Beziehung zu Handwerk und Gestaltung haben und durch Beruf und Tätigkeit in ihrer Urteilsfähigkeit anerkannt sind. Sie achten bei der Bewertung vor allem auf die Punkte Originalität, technische und Gestaltungsqualität, Modernität und Funktionalität.

In diesem Jahr bestand die Jury aus den Jurymitgliedern:

  • Frau Otto, Kunsthistorikerin und stellvertretende Leiterin der Werkakademie Hannover
  • Herr Muthmann, Tischlermeister bei der Valentin Schmidt GmbH und Techniker für Möbel- und Innenraumgestalter
  • Herr Stoschus, Leiter der Handerksform Hannover, eine Galerie für Kunsthandwerk und Design
  • Herr Fink, Schreinermeister und Redakteur des BM-Magazins aus Stuttgart
  • Herr Messer, Ausstellungsarchitekt aus Hamburg

 

 

Die Preisträger 2015

1. Platz: Tewes Braasch, Wandhängender Sekretär

Der wandhängende Sekretär aus Eiche von Tewes Braasch aus Fredenbeck, der bei der Tischlerei Schmorl aus Hollern-Twielenfleth ausgebildet wurde, überzeugte die Jury.

Die Jurybegründung: 

Das Möbel hat die Jury durch seine gut ausgewogenen Proportionen und seine minimalistische Wirkung überzeugt. Die sich verjüngenden Seiten führen zu einer gekonnten Materialreduzierung. Die zwei Griffleisten zeigen dem Benutzer deutlich, wie das Möbel zu benutzen ist. Der Farbwechsel im Inneren des Möbels hat einen hohen ästhetischen Wert und erzeugt beim Betrachter eine Aufenthaltsqualität – man möchte gern daran sitzen und arbeiten. Die beleuchtete Rückwand hat eine ordnende Funktion. Die Positionierung der Klappenhalter geht an die Grenze der statischen Möglichkeiten. Dieses Möbel erzeugt beim Betrachter einen Gleichklang, es ist schlicht und zugleich ergreifend und strahlt eine hohe Ästhetik aus. Ein wunderbares Möbelstück.

2. Platz: Jonathan Dornbusch, Schreibtisch mit Leuchte

Jonathan Dornbusch aus Osnabrück lernte sein Handwerk bei der Tischlerei Fly Möbelteile in Osnabrück und kam mit seinem Schreibtisch aus Ahorn und Zirikote ebenfalls aufs Siegerpodest.

Die Jury begründet wie folgt: 

Der Mut, mit innovativen Elementen, wie z.B. den integrierten Leuchten, zu arbeiten, der aus der Tischfunktion heraus entsteht, hat der Jury sehr gefallen. Im ersten Moment läßt sich nicht erahnen, was sich beim Öffnen der Klappen verbirgt. Zwei Lampen, die durch eine einfache Handhabung intuitiv benutzt werden können. Die simple Höhenarretierung der Lampen, die allein durch die Schwerkraft funktioniert, ist eine innovative Konstruktion. Auch in den Fußgestellen geht der Erbauer weg vom Üblichen. Sie erinnern an überkreuzte Sägeböcke. Es scheint, als könne man das Untergestell abnehmen und mit auf Reisen nehmen. Toll ist auch die konsequente Fortführung der Füße im Oberteil der Leuchte. Das farbige Leuchtkabel setzt den guten Umgang mit einfachen Stilmitteln fort und wird bewusst als gestalterisches Element eingesetzt. Auch hat der Jury die klassische Farbe des Linoleumbelags sehr gut gefallen. Ein tolles Beispiel für gelungene Gestaltung.

3. Platz: Alexandra Meyer-Hafkenmeyer, Säulenmöbel

Alexandra Meyer-Hafkenmeyer aus Belm-Vehrte lernte ihr Handwerk in der Tischlerei FreiStil in Osnabrück und kam mit ihrem Säulenmöbel aus Roseneiche auf den 3. Platz.

Die Jury begründet wie folgt: 

Die optische Minimierung der Materialstärken wirkt schön zurückhaltend. An dem Stück ist die Aufbewahrungsfunktion klar erkennbar. Der Jury hat die präzise Verarbeitung der Stahlträger in Kombination mit der rustikalen Eiche sehr gut gefallen, ebenso wie die präzise auf Gehrung geschnittenen Elemente. Ein schönes gestalterisches Detail sind die Zinneinlässe in den Astlöchern, die das Stück gekonnt veredeln. Durch die roten Ledergriffe und der roten Linoleumböden erhält das Möbel einen lebendigen Charakter, das die Materialstrenge der Konstruktion gekonnt bricht.

 

 

Die Belobigungen

Max Hegewald, 2-teiliges Flurmöbel

Eine Belobigung erhielt Max Hegewald aus Diekholzen für sein 2-teiliges Flurmöbel aus Eiche. Sein Ausbildungsbetrieb war die Tischlerei Hegewald Holzdesign aus Diekholzen.

Die Jury sagt dazu:

Das zweiteilige Möbel ist ein elegantes Ensemble und wirkt durch seine Reduktion auf wenige Materialien und die schwarzen Teile sehr edel. Die breite Bank im Gegensatz zum hohen Tisch ist sehr ausgewogen. Durch die Konstruktion des schwarzen Überzugs zur leicht versetzen Eiche erhält das Möbel eine klassische und grazile Formensprache.

Jan Deeken, Aufklappbar

Eine weitere Belobigung erhielt Jan Deeken aus Bad Zwischenahn für seine Aufklappbar aus Esche. Sein Ausbildungsbetrieb war die Tischlerei Hergen Garrelts aus Bad Zwischenahn.

Die Jury sagt dazu:

Die Flächenproportionen zwischen der Farbe des Linoleums und der ausgewählten Holzart in Esche entwickeln sich wunderbar aus den angebrachten Leisten und ziehen sich bis zu den Griffen durch. Dadurch erhält das Möbel eine schöne äußere Filigranität. Schön wäre gewesen, wenn sich diese Linienführung auch im Inneren der Aufklappbar fortgesetzt hätte, zum Beispiel in den Regalen. Die Bar erinnert in seinem Aufbau an ein japanisches Möbel.

Der Publikumspreis

Alexander Plank, Getreidemühle

Mit großem Abstand wurde das Gesellenstück, eine Getreidemühle aus Elsbeere, von Alexander Plank aus Kirchgellersen, vom Publikum als beliebtestes Stück gewählt.

Ausbildungsbetrieb war hier die Tischlerei Schumann GmbH aus Mechtersen.

 

 

 

Alle ausgestellten Stücke zum Download als PDF-Datei finden Sie hier
(15 MB).